Die GeoUnion

Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung ist der Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. 1980 als “Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften (AWS)” gegründet, erfolgte 2004 die Umbenennung in “GeoUnion - Alfred-Wegener-Stiftung”. Die Stiftung wurde nach dem bedeutenden deutschen Polarforscher Alfred Wegener (1880-1930) benannt, der mit seiner bahnbrechenden Hypothese von der Kontinentaldrift den Grundstein für unser heutiges Weltbild einer dynamischen Erde gelegt hat. Sie wird von derzeit 34 geowissenschaftlich orientierten Organisationen (Trägereinrichtungen) getragen und repräsentiert über 50.000 Mitglieder.

Die GeoUnion ist eine Stiftung des Bürgerlichen Rechts und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Belange. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Geowissenschaften.

Die Stiftung will sich mit der in ihren Träger-Organisationen vorhandenen Expertise in den Geowissenschaften den Aufgaben widmen, die sich bei der Nutzung der natürlichen Ressourcen und dem Schutz der Umwelt stellen.

Finanziert wird die Stiftung aus Erträgen des Stiftungsvermögens, über Zuwendungen des Vereins zur Förderung der GeoUnion e.V. und aus Spenden von Mitgliedern und Dritten.

 

Ziele und Aufgaben

Einheit der Geowissenschaften

  • fachübergreifende Förderung der Zusammenarbeit zwischen den geowissenschaftlichen Disziplinen 
  • Förderung der Kooperation mit den anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen und den Ingenieurwissenschaften
  • Initiierung größerer interdisziplinärer Gemeinschaftsprojekte Ausrichtung und Förderung gemeinschaftlicher geowissenschaftlicher Veranstaltungen, wie AWS-Konferenzen, AWS-Arbeitskreise und Teilnahme an geowissenschaftlich ausgerichteten Messen 
  • Verleihung von Preisen und Ehrungen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Geowissenschaften

Außendarstellung der Geowissenschaften 

  • Darstellung geowissenschaftlicher Themen für Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung 
  • Förderung der geowissenschaftlichen Ausbildung an Schulen und Hochschulen 
  • Hochschulpolitische Vertretung der Geowissenschaften 
  • Vermittlung von geowissenschaftlichen Forschungsergebnissen und Sachverhalten an Schüler, Lehrer, die breitere Öffentlichkeit und Medien 
  • Förderung des Dialogs zwischen Geowissenschaften und Bevölkerung 
  • Organisation von Ausstellungen und Informationsveranstaltungen

Brücke zur Praxis 

  • Ausbau der Kontakte zu Wirtschaft und Industrie 
  • Darstellung des geowissenschaftlichen Leistungsspektrums


System Erde

Die Geowissenschaften befassen sich mit dem „System Erde", d.h. mit dem Planeten, auf dem wir leben, mit den in seinem Inneren und an der Oberfläche ablaufenden chemischen, physikalischen und biologischen Prozessen sowie den Wechselwirkungen und Austauschvorgängen zwischen den Teilsystemen Geo-, Kryo-, Hydro-, Atmo- und Biosphäre. Dieses System zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus. Prozesse, die in und auf der Erde ablaufen, sind miteinander gekoppelt und bilden verzweigte Ursache-Wirkung-Ketten, die durch den Eingriff des Menschen in die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zusätzlich beeinflusst werden können.

Die rasche Entwicklung der Messtechnik und die heute verfügbaren Computertechnologien haben den Geowissenschaftlern völlig neue Möglichkeiten an die Hand gegeben, Prozesse in allen zeitlichen und räumlichen Skalenbereichen hochaufgelöst zu erfassen. Hierzu wird ein breites Spektrum von Methoden und Techniken eingesetzt, das von speziellen Satelliten- und raumgestützten Meßsystemen über die verschiedenen Verfahren der geophysikalischen Tiefensondierung und Forschungsbohrungen bis hin zu Laborexperimenten unter simulierten natürlichen Bedingungen sowie der Modellierung von Geoprozessen reicht.

Ziel der Forschung ist es, endogene und exogene Prozesse mit ihren Wechselbeziehungen zu quantifizieren und auf der Grundlage dieses System- und Prozessverständnisses Konzepte und Strategien zu entwickeln für die Sicherung und umweltverträgliche Gewinnung natürlichen Ressourcen, die Nutzung des ober- und unterirdischen Raums, die Beurteilung der Klima- und Umweltentwicklung und des anthropogenen Einflusses hierauf sowie für die Vorsorge vor Naturkatastrophen und die Minderung ihrer Folgen.

 
 
 
 
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