Prädikat ‚Nationaler GeoPark’

Mit der Verleihung des Prädikats ‚Nationaler GeoPark’ setzt die GeoUnion dem Geotourismus zukunftsweisende Impulse.

Nationale GeoParks sind besonders ausgewiesene Räume, in denen die Bedeutung geologischer und geomorphologischer Prozesse für die Gestalt der Erdoberfläche, für die Verteilung natürlicher Ressourcen, aber auch für die Landnutzung sowie die Wirtschafts- und Kulturgeschichte bewusst und erlebbar gemacht wird.

Seit den 1990er Jahren gibt es weltweit eine Bewegung zur Ausweisung von Geoparks. In Deutschland wurde diese Idee im Jahr 2002, dem "Jahr der Geowissenschaften", aufgenommen und wird seitdem besonders befördert.

Für Deutschland hat es die GeoUnion übernommen, Nationale Geoparks zu begutachten und zu zertifizieren. Diese Aufgabe der GeoUnion ist festgehalten in den Richtlinien "Nationale GeoParks in Deutschland" des Bund-Länder-Ausschusses Bodenforschung; in diesem Ausschuss arbeiten die Geologischen Dienste der Bundesländer zusammen, unter Mitwirkung der zuständigen Bundeseinrichtung, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Parallel dazu verleiht das Bundesforschungsministerium den ausgewiesenen GeoParks das Logo "PlanetErde".

Nationale GeoParks in Deutschland:

  • Bayern-Böhmen
  • Bergstraße-Odenwald
  • Eiszeitland am Oderrand
  • GrenzWelten
  • Harz . Braunschweiger-Land . Ostfalen
  • Inselsberg - Drei Gleichen
  • Kyffhäuser
  • Muskauer Faltenbogen
  • Porphyrland. Steinreich in Sachsen
  • Ries
  • Ruhrgebiet
  • Schwäbische Alb
  • TERRA.vita
  • Vulkanland Eifel
  • Westerwald-Lahn-Taunus

Entsprechend den Ausweisungskriterien besitzt ein Nationaler GeoPark geologische Sehenswürdigkeiten (Geotope) beliebiger Größe oder ein Ensemble mehrerer Geotope, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind und als repräsentativ für eine Landschaft und deren geologische Entstehungsgeschichte gelten können. Zusätzlich zu den geologischen sollen auch archäologische, ökologische, historische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten enthalten sein, die touristisch erschlossen sind oder entsprechend entwickelt werden können. Ein Nationaler GeoPark hat klar definierte Grenzen und muss in einer klar definierten Struktur verwaltet werden. Darüber hinaus weist er eine hinreichend große Fläche auf, um auch der Wirtschaftsentwicklung vor Ort dienen zu können. Denn in den Geoparks sollen sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes mit der Förderung regionaler Wirtschaftsentwicklung sozialverträglich verbinden. Als weitere Aufgabe von GeoParks sind Umweltbildung und die Verbreitung geologischen Wissens in der Bevölkerung zu nennen. In Nationalen GeoParks werden die inneren Zusammenhänge des empfindlich aufeinander abgestimmten "Systems Erde" an ausgewählten Beispielen verdeutlicht. Viele Mitbürger und Mitbürgerinnen haben ja keine - oder aber vielleicht auch eine eher abwegige - Vorstellung über die erdgeschichtliche Herkunft ihres jeweiligen Heimatraums. Geoparks dienen nicht zuletzt dazu, diesem Defizit abzuhelfen. Damit soll auch das Verantwortungsbewusstsein für das eigene Lebensumfeld - stellvertretend für die globale Umwelt - gestärkt werden.

Insgesamt wirken bei den GeoParks also die Wissenschaft (von der Erde), der Bildungsauftrag (geologisches Wissen zu vermitteln), der Schutzgedanke des geologischen Erbes sowie die Regionale Entwicklung von GeoPark-Gebieten (insbesondere eben durch Geotourismus) zusammen.

www.nationaler-geopark.de

 

 
 
 
 
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