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Viele interessante geowissenschaftliche Veranstaltungen – für alle und jetzt auch wieder vieles nicht online sondern drinnen und draußen!
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18. September: Gelungener 'Tag des Geotops' am Gipsberg von Sperenberg

Zum alljährlichen 'Tag des Geotops' am Sonntag, 18. September 2022 (immer am 3. Sonntag im September!) hatten die Gemeinde Am Mellensee, die Heimatstube Sperenberg, der Verein Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg sowie die GeoUnion zu einem Aktionstag am Gipsberg in Sperenberg eingeladen.

Über 200 Gäste waren der Einladung gefolgt. Werner Stackebrandt erklärte die besondere geologische Situation an dem extra von ihm dafür erstellten Poster, danach führten er und der Sperenberger Ortsgeschichtsexperte Klaus Wendt die Besuchergruppen über den Berg, vorbei an den Restlöchern des Gipsabbruchs, am Denkmal für den Weltrekord der tiefsten geologischen Bohrung von 1871 zu den Aussichtsblicken auf das Gelände. Zuvor hatte in ihrem Grußwort die Leiterin des Geologischen Dienstes Brandenburg Dr. Birgit Futterer auf die Bedeutung der Geologie für unser aller Alltag hingewiesen, als Quelle für Rohstoffe und als Grundlage allen Lebens. 

Außergewöhnlich in Sperenberg ist, dass hier ein aus der Tiefe aufgedrungener Salzdom Gips aus dem Zechstein (250 Millionen Jahre alt) an die Oberfläche gebracht hat, der nach Herauslösen des Salzes als Gipsberg stehenblieb. Davon künden heute die Gipsfelsen, die nach Lösungsverwitterung von Klüften und Schlotten durchzogen sind.

Der Sperenberger Gips wurde jahrhundertelang bergmännisch abgebaut, lange unter der Regie der preußischen Krone, die den Gips für die Prachtbauten benötigte, vor allem in Berlin und Potsdam.

Mitglieder des Geowissenschaftlervereins halfen bei den fachlichen Erklärungen am Infostand, auch die (sehr sehenswerte!) Heimatstube Sperenberg war mit einem Stand vertreten. Die Feuerwehr Sperenberg sorgte für Getränke und Gebratenes.

Dr. Birgit Futterer, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, und Dr. Werner Stackebrandt

Gips - Gestein des Jahres 2022: eine Vortragsreihe

Der Bundesverband deutscher Geowissenschaftler (BDG) hat Gips/Anhydrit zum Gestein des Jahres erklärt. Dazu gibt es ein Plakat, eine schöne Broschüre und verschiedene weitere Veranstaltungen und Publikationen. Näheres hier:
https://geoberuf.de/veroeffentlichungen/gestein-des-jahres

Die GeoUnion steuert zum Jahresgestein Gips eine Vortragsreihe bei:

Gips: ein Gestein macht Karriere        Ankündigung: hier

Der Vortrag ist konzipiert für Stadtbibiotheken und Volkshochschulen. Am 2. Juni fand in Merzig (Saar) die erste Veranstaltung statt, weitere folgten in Dresden, Trebsen bei Grimma, Wittstock und Stralsund.. Am 20. Juli gab es ein Kinderprogramm zu Gips in der Stadtbibliothek Ludwigsfelde. Bericht dazu hier.

Weitere Termine:

23.09.2022   17.00 Uhr   Falkenstein/Vogtland, Stadtbibliothek
18.10.2022   19.00 Uhr   Kaiserslautern, Pfalzbibliothek
19.10.2022   19.00 Uhr   Bad Dürkheim, Pfalzmuseum für Naturkunde

Weitere Termine können vereinbart werden.

(Foto: Schlangengips, Niedersachswerfen, Foto: Angela Ehling, BGR)
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Mehr Geowissenschaften in der Bildung!

Die Katastrophe im Ahrtal hat deutlich gezeigt: Es gibt bei politischen Entscheidungsträgern, in Behörden und in der Gesellschaft insgesamt zu wenig Verständnis zum Zusammenhang zwischen Wetter, Hydrologie und Relief. Und zu vielen anderen geowissenschaftlichen Themen. Beim Eifelhochwasser im Juli 2021 stellte sich niemand vor, was passiert, wenn ein lokaler Starkregen auf ein enges Tal trifft.

Die Ursache für diesen Umstand liegt darin, dass die Geowissenschaften (Geologie, Geomorphologie, Mineralogie, Geophysik, Paläontologie, aber auch Meteorologie und Klimatologie) in unserem Bildungssystem zu wenig vorkommen. Das muss geändert werden. Daran arbeiten wir, als GeoUnion und zusammen mit anderen. Zum Beispiel zusammen mit den Verbänden der Geographie. Näheres alsbald hier.

Foto: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/Hochwasser_Altenahr_Kreuzberg.jpg  CCzero
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Das Gestein des Jahres ist: Gips (und Anhydrit)

Ein Jahr lang wird das Sedimentgestein (Evaporit) mit seinen Hochleistungseigenschaften, seinen grandiosen Fundstätten weltweit und seinen vielfältigen Anwendungen zum Thema gemacht. Mehr dazu: https://geoberuf.de/veroeffentlichungen/gestein-des-jahres  https://idw-online.de/de/news786486

Foto: Diether Gräf (Gipsstein, Steinbruch Sontra-Berneburg)
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Mineral des Jahres ist: Topas.

Mehr dazu:   hier
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Neuauflage des "Geologischen Wörterbuchs" erschienen

Das auch unter dem Namen seines ersten Autors als "der Murawski" bekannte Wörterbuch ist in einer neuen, der 13. Auflage bei SpringerSpektrum erschienen, wie die Universität Greifswald am 7. Januar 2022 mitteilt. Martin Meschede, Professor für Geologie an der Universität Greifswald, hat das Werk überarbeitet und offensichtlich auch stark erweitert, auf jetzt 488 Seiten (gegenüber den 278 Seiten der 10. Auflage von 1998 in meinem Regal). Mit farbigen Abbildungen, englischen Übersetzungen der Stichwörter und einem umfangreichen Anhang macht die Neuauflage des Standard-Lexikons der Geologie einen hervorragenden Eindruck. Und offensichtlich gibt es die digitale Ausgabe open-access! Empfehlenswert ...

Mehr dazu: hier
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Welttag des Bodens am 5. Dezember: Der Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol

Der neue "Jahresboden" Pelosol wurde am 3. Dezember in einer attraktiven und inhaltsreichen Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin vorgestellt.

Der Pelosol ist ein schwerer Tonboden, der sich durch einen mächtigen P-Horizont unter dem B-Horizont auszeichnet, in dem die Tonbestandteile bei Feuchtigkeit zum Aufquellen des Bodens führen und bei Trockenheit zur Schrumpfung, bei der dann Trockenrisse entstehen. Weil die Pelosole nur bei einem bestimmten Maß an Durchfeuchtung gut zu bearbeiten sind, heißen sie auch "Minutenböden" (was etwas übertrieben ist). Der Pelosol kommt in Deutschland vor allem auf den Tongesteinen des Keupers (Trossingen-Formation, früher Lettenkeuper) sowie des Unteren und Mittleren Juras vor, außerdem auf Auelehmen und Tonbildungen aus vulkanischem Material.

Sehr gut portraitiert ist der Pelosol hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Iu6acXMFSaI    

Der Boden des Jahres ist eine Aktion zur Verbreitung des Themas "Boden" in die Gesellschaft. Wir alle leben vom Boden, wirken täglich mit an seiner Bedrohung und Schädigung (und lassen dies zu) und sind uns viel zu wenig darüber bewusst, wie wichtig der Boden, diese oberste Schicht der Erdkruste, eigentlich ist. Mehr Information dazu: hier      

Foto: LGRB Baden-Württemberg, Gemeinde Hildrizhausen
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World Ocean Review 7: Neuer Bericht erscheint am 23. November

„Lebensgarant Ozean – nachhaltig nutzen, wirksam schützen“ ist der Titel des 7. Bandes der exzellenten Reihe zur Meeresforschung.

Im Fokus der siebten Ausgabe des »World Ocean Review« stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Physik des Meeres und auf seine Lebensgemeinschaften; die Folgen von Fischerei, Schifffahrt, Ressourcenabbau, Energiegewinnung und Meeresverschmutzung sowie die Fragen, wie sich Wirkstoffe aus dem Meer nutzen lassen und wie der Ozean künftig so verwaltet werden kann, dass sowohl sein Schutz als auch die Teilhabe möglichst aller Menschen an seinen Leistungen und Gütern gewährleistet sind. Dabei zeigt der neue WOR in allen Themenfeldern umfassende Lösungen für eine nachhaltige Meeresnutzung auf, beschreibt Best-Practice Beispiele und verweist auf eine Vielzahl internationaler Meeresschutz-Abkommen, die wichtige Instrumente darstellen, deren Umsetzung jedoch bis heute vielerorts nicht gelingt.
Die Bände sind nicht nur inhaltlich hochinteressant sondern auch sehr ansprechend gestaltet: Sie sind als Pdf und in der Printversion erhältlich. 
Mehr Information: https://worldoceanreview.com/de/
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Geopark 'Sachsens Mitte' ist der 18. Nationale GeoPark in Deutschland

Die Zertifizierungskommission Nationale GeoParks der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat auf ihrer Sitzung in Darmstadt am 4. November 2021 den Geopark ‚Sachsens Mitte‘ als „Nationalen GeoPark“ zertifiziert. Die Zahl der Geoparks in Deutschland mit diesem Gütesiegel wächst damit auf 18.

Die Region zwischen dem Dresdner Elbtal und den Höhen des Erzgebirges zeichnet sich vor allem durch eine ganz besonders hohe Geodiversität aus. Auf engem Raum kann man hier einen Großteil all der Gesteine finden, die es weltweit gibt: uralte Gneise aus frühen Gebirgsbildungsphasen, Granite aus späteren Plutonen, jüngere Sedimentgesteine und vor allem auch vulkanische Gesteine – Zeugnisse aus unterschiedlichen Phasen vulkanischer Aktivität in diesem Raum. Der bekannteste Gesteinsaufschluss im Geopark ist der sogenannte Porphyrfächer von Mohorn-Grund, der sehr schön das fächerförmige Auskristallisieren der erkaltenden Lavaströme vor rund 300 Millionen Jahren zeigt.

Zum Geopark gehören aber auch die Zeugnisse des Steinkohlebergbaus im Döhlener Becken um Freital, die in den Städtischen Sammlungen Schloss Burgk gezeigt werden, und die Geschichte des Silberbergbaus, die das MiBERZ, das Museum für mittelalterlichen Erzbergbau, in Dippoldiswalde präsentiert. Mit seinem vielfältigen Themenspektrum, mit der Attraktivität der verschiedenen Anlaufpunkte in der abwechslungsreichen Wander-Landschaft und dem Geopark-Zentrum in Dorfhain ist der Geopark ein Gewinn für die Familie der Nationalen GeoParks in Deutschland, deren Zahl auf 18 wächst.

Mehr dazu: hier
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Neu: Jeden Monat wird ein besonderes Geotop vorgestellt,

mit geowissenschaftlicher Erläuterung, auf Deutsch und Englisch.
30 Geotope³ ist ein Projekt der DGGV, welches vom OutcropWizard-Team der Universität Bonn um PD Dr. Gösta Hoffmann und Prof. Dr. Martin Meschede von der Universität Greifswald geleitet wird.

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"Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen und andere, deren Arbeit eine Investition in die Zukunft darstellt, würden gut bezahlt werden und überaus geachtet sein. Geologie wäre vollkommen in die naturwissenschaftlichen Lehrpläne integriert und würde womöglich als Brückenfach dienen, in dem Schüler und Schülerinnen physikalische, chemische und biologische Prinzipien auf das immens komplexe System der Erde anwenden könnten."

aus dem Buch "Zeitbewusstheit" von Marcia Bjornerud, Matthes & Seitz Berlin, 2020 (S. 205f.)

Mehr zu diesem Buch: hier

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Das Mineral des Jahres 2021: Calcit

Die Mitglieder der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie (VFMG e.V.) haben mit großer Mehrheit den Calcit zum „Mineral des Jahres 2021“ gewählt. Das Mineral wird im Verlauf des Jahres hinsichtlich seiner Bedeutung ausführlich vorgestellt. Das Naturkundemuseum Gera wird eine Kabinett-Ausstellung zum Thema „Calcit“ zeigen, wie es sie bereits über den Fluorit im Jahr 2020 gab. Für den Augenblick sei verwiesen auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Calcit.

Calcit ist das Mineral, das den wichtigen Werkstoff Kalk aufbaut. Der Name Calcit leitet sich vom griechischen Chalix (Kies, Mörtel, Kalk) und dem römischen Calx (Kalk) ab. Kenntnisse um die Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung von Kalk sind seit rund 14.000 Jahren nachgewiesen. Zu den berühmtesten aus Kalkstein errichteten Bauwerken zählen die Cheopspyramide, der Parthenon auf der Akropolis sowie das Kolosseum in Rom. Ob im Haus- oder Straßenbau verwendet oder bei der Produktion von Eisen und Stahl, Glas und Kunststoffen, zahlreichen Hygieneartikeln, Papier, Lebensmitteln und Getränken eingesetzt – der Rohstoff Kalk ist allgegenwärtig. Eine bedeutende Rolle spielt Kalk auch als Düngemittel, bei der Rauchgasreinigung, der Abwasserbehandlung und der Trinkwasseraufbereitung.

Foto: Calcit aus der Jiepalyu-Mine, Shimen, Präfektur Changde, Hunan, China. Foto: Rob Lavinsky, iRocks.com, https://de.wikipedia.org/wiki/Calcit #/media/Datei:Calcite-67881.jpg
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Die GeoUnion

Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung ist derZusammenschluss der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. 1980 als “Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften (AWS)” gegründet, erfolgte 2004 die Umbenennung in “GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung”. Die Stiftung wurde nach dem bedeutenden deutschen Polarforscher Alfred Wegener (1880-1930) benannt, der mit seiner bahnbrechenden Hypothese von der Kontinentaldrift den Grundstein für unser heutiges Weltbild einer dynamischen Erde gelegt hat. Sie wird von derzeit 34 geowissenschaftlich orientierten Organisationen (Trägereinrichtungen) getragen und repräsentiert über 50.000 Mitglieder.

Mehr über die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung



 
 
 
 
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