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Geologie für alle: aktuelle Neuerscheinungen

Mehr als nur die Streusandbüchse: Zur Erdgeschichte von Brandenburg

Jetzt in zweiter Auflage! Neu: mit Register! Werner Stackebrandts großartiges Buch zur Geologie von Brandenburg: für alle Interessierte. Eine hervorragende Verbindung von exzellentem Fachwissen, kluger Themenauswahl und verständlicher "Schreibe" – und dabei zum günstigen Preis: € 20,-

Mehr dazu: hier

Und noch eine Neuerscheinung: Steiniges Deutschland.
Entdeckungsreisen zu geologisch faszinierenden Steinen, Steinmetamorphosen und Versteinerungen.
Ein Fotobuch von Heike Holfeld. Berlin: coco-books 2020

Der ansprechend aufgemachte Band im kleinen Querformat (21 x 15 cm) beschreibt 38 sehens- und besuchenswerte Geotope in Deutschland. Die Fotos sind überwiegend sehr gelungen, die Geo-Objekte gut getroffen; sie werden ergänzt durch kurze Beschreibungen zur Geologie und zur Nutzung der Gesteine.  € 29,90, im Buchhandel

 

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Und ganz neu:

Ganz viel Unterirdisches: ideenreich ausgewählt, spannend erzählt und gekonnt illustriert. Für Kinder ab 8 Jahre.
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Erfolgreicher „Tag des Geotops“ 2020

Bei deutschlandweit bestem Wetter fanden am 20. September (und an den Tagen davor und danach) viele interessante geowissenschaftliche Veranstaltungen statt, die zumeist ein besonderes Geotop, ein attraktives Fenster in die Erdgeschichte, präsentierten.

Auch unter Corona-Bedingungen waren diese Ausflüge gefahrlos möglich. So kamen im hessischen Glauberg rund 130 angemeldete TeilnehmerInnen auf die geführten Wanderungen mit, die die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Sektion Vogelsberg, organisiert hatte. Am Schneckenstein, dem einzigartigen Topasfelsen im sächsischen Vogtland, fand eine Festveranstaltung statt, auf der die Pläne für den Geo-Umweltpark „Sagenhaftes Vogtland“ vorgestellt wurden.

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„Es gibt nicht nur eine einzige Erde, es gibt auch nur eine Menschheit!"

Positionsbestimmung des Museums für Naturkunde Berlin – auch ein Aufruf an die Geowissenschaften

In seiner Verlautbarung „Gemeinsam gegen Diskriminierung, Vorurteile und Rassismus“ spricht sich das Museum nicht nur gegen die genannten Denk- und Handlungsweisen aus, sondern skizziert auch eine ganze Reihe von Ideen und Maßnahmen auf dem Weg zu einer gerechteren Welt.

„Die globalen sozio-ökologischen Herausforderungen, mit denen die Menschheit jetzt konfrontiert ist, beispielsweise das dramatische weltweite Artensterben, der Klimawandel oder auch Ungleichheit, können nur angegangen und gelöst werden, wenn wir die Vielfalt in unserer Wissenschaft, in unserem Arbeitsumfeld und in unseren Gemeinschaften wertschätzen und einbinden.“ 

Ausgehend von der Provenienzforschung für z.B. paläontologische Funde, die historisch häufig mit kolonialistischem Vorgehen zusammenhängen, betont das Museum einen mehrjährigen Strategieprozess mit konkreten Fragestellungen, wie eine derartige Einrichtung der Wissenschaft und Öffentlichkeitsarbeit zur Überwindung der gegenwärtigen Missstände beitragen kann.

Den Text finden Sie hier (auch in Englisch verfügbar).

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'Steine in Deutschland', zugleich eine Einführung in die Geologie Deutschlands

Eine CD-ROM von Heinrich Becker, Hamburg, gibt Auskunft über die wichtigsten Gesteinsarten in Deutschland und liefert eine Einführung in den geologischen Bau unseres Landes.

Gut gegliedert, verständlich, einfach zu bedienen und preiswert: Geologiekenntnisse per Mausklick – empfehlenswert für alle Altersgruppen

Gibt es für € 8,90 beim Autor (beclern(at)aol.com) oder bei der GeoUnion (Christof.Ellger(at)geo-union.de)

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Das Mineral des Jahres 2020: Fluorit

Die Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. (VGMG) hat auf ihrer diesjährigen Wintertagung am 29. Februar 2020 nicht nur ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert sondern auch das Mineral des Jahres 2020 vorgestellt: Fluorit. 

Fluorit – chemische Formel CaF2 – gehört zu den Mineralen mit den meisten Farbvariationen und ist auch wegen seiner Formenvielfalt eines der faszinierendsten Sammlerminerale. Fluorit zeigt kubische Kristalle, die zumeist würfelig, seltener auch oktaedrisch ausgebildet sind.

Fluorit, auch Flussspat genannt, ist ein wichtiger und vielseitiger mineralischer Rohstoff und wurde früher vor allem als Flussmittel bei der Eisen- und Leichtmetallherstellung und -verarbeitung eingesetzt (daher der Name). Heute wird Flussspat für die Kunststoffproduktion genutzt (z.B. Teflon oder atmungsaktive Textilien), für die Glas- und Keramikindustrie, als Schleif- und Lötflussmittel, aber auch zur Fluorierung von Zahnpasta. 

In Deutschland wird Flussspat noch in der Grube Clara bei Oberwolfach im Schwarzwald abgebaut und in der Grube Niederschlag bei Oberwiesenthal im Erzgebirge. Die Geschichte des Flussspatabbaus kann u.a. im Besucherbergwerk Hühn in Trusetal im Geopark Inselsberg-Drei Gleichen studiert werden. 

Zu Fluorit: der sehr schöne Beitrag in "Aufschluss": hier

Foto: Robert M. Lavinsky   https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fluorite-191782.jpg
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Das Gestein des Jahres 2020 ist: der Andesit

Das Kuratorium "Gestein des Jahres" des Berufsverbands deutscher Geowissenschaftler e.V. hat den Andesit zum Gestein des Jahres 2020 erklärt.

Nach dem Schiefer, einem Metamorphiten, im Jahr 2019 wird damit 2020 wieder ein vulkanisches Gestein ein Jahr lang besonders hervorgehoben.

BDG und die weiteren am Projekt beteiligten Einrichtungen der Geowissenschaften werden zum Andesit ein Faltblatt und ein Plakat herausgeben und eine ganze Reihe von Veranstaltungen durchführen. 

Der Andesit ist ein sogenannter intermediärer Vulkanit. Entstanden ist er vor allem bei der Bildung von Schichtvulkanen bei der Kollision von ozeanischer und kontinentaler Platte, z.B. in den Anden Südamerikas (daher auch der Name). Als Ergebnis früherer Gebirgsbildungsphasen kommt der Andesit aber auch in Deutschland vor, wo er als Hartgestein zur Schottergewinnung abgebaut wird. 

Mehr zum Andesit als Gestein des Jahres: hier

Pressemitteilung des BDG

Foto: Andesit-Rose im Steinbruch Hellerberg, Saarland. Foto: Achim Später, GIS-Dienstleistungen und Konzepte (mit freundlicher Genehmigung)

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Der Boden des Jahres 2020: Wattboden

Alljährlich wird am Welttag des Bodens, am 5. Dezember, der Boden des Folgejahres gekürt: 2020 ist der Wattboden der "Boden des Jahres. Schirmherr der Jahresaktion ist dieses Mal Hamburg, nachdem Sachsen 2019 die Schirmherrschaft für den "Kippenboden" hatte. Die Festveranstaltung fand am 4. Dezember in der Hamburgischen Landesvertretung in Berlin statt.

Mit dem Wattboden wird auch der einzigartige Ökosystemtyp Watt thematisiert. Es ist einerseits hochproduktiv, andererseits vielfältigen Bedrohungen unterworfen. Die Wattflächen an der Nordseeküste vor Deutschland und den Nachbarländern gehören zu den größten der Erde.

Mehr Informationen: https://www.hamburg.de/boden-des-jahres
Foto: Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie
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Geodiversität – Geoerbe – Geoerbeschutz: Ergebnisse einer gelungenen Veranstaltung in Wetzlar

Die Hessische Naturschutz-Akademie und die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hatten gemeinsam eingeladen zu einer eintägigen Konferenz zu „Steine sind auch Natur. Zum Schutz des geologischen Erbes im Naturschutz“. Die Tagung fand am Freitag, 29. November im Haus der Hessischen Naturschutz-Akademie in Wetzlar statt. 35 Fachleute fanden sich dazu ein. Gemeinsam trugen sie zusammen, was im Geotopschutz bereits unternommen wird, aber was auch noch weiterzuentwic-keln ist. Die Teilnehmer waren sich einig darin, dass das geologische Erbe in der Naturschutzgesetzgebung und in der Naturschutzpraxis noch zu wenig berück-sichtigt wird. Wie künftig Geotope und Geoparks als Schlüsselelemente des Geo-erbeschutzes im Naturschutz und in anderen Handlungsbereichen öffentlicher Aufgaben behandelt werden sollen, dazu soll eine Arbeitsgruppe Vorschläge entwickeln. Ausführliche Berichte folgen.

Das Programm der Konferenz finden Sie hier.  

Foto: Wutachschlucht im Schwarzwald (Muschelkalk); Foto: GeoUnion

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Neu erschienen: GeoUnion aktuell Nr. 8 – Sommer 2019

mit Berichten über die Humboldt-Tagung an der Leopoldina in Halle, über Neues aus den Nationalen GeoParks in Deutschland und verschiedene weitere Aktivitäten der geowissenschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit – vor allem: Schiefer, Gestein des Jahres 2019. Und: aktuelle Termine. 

Online verfügbar: Hier
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Neu erschienen: Kinderhörspiel zu Vulkanen

"Schlau wie 4" ist eine Serie von Wissens-Hörspielen des EUROPA-Labels (bei Sony Music Entertainment). In der neuen Folge geht es um Vulkane. Bei der Produktion haben sich die Autorinnen von Wissenschaftlern beraten lassen. Die GeoUnion und insbesondere der Vulkanologe Lothar Viereck (Deutsche Vulkanologische Gesellschaft) halfen mit kritischen Kommentaren und inhaltlichen Anregungen. Das Produkt ist sehr schön geworden: Empfehlenswert für Hörer/-innen ab 6 Jahre. 

Verschiedene Bezugsquellen (zum Beispiel: hier)

(Die Stadtbibliothek Tübingen-Derendingen hat die CD schon angeschafft.) __________________________________________________________________

 

From von Humboldt into the Anthropocene

Erfolgreiche Konferenz zu Alexander von Humboldt und die geo-/biowissenschaftliche Erdsystemforschung an der Leopoldina 

Halle/Saale, 21.-22. Juni 2019 

 

Rund 120 Experten/-innen aus Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation trafen sich in den exzellent ausgestatteten Tagungsräumen der Leopoldina in Halle aus Anlass des 250. Geburtstages des großen Naturforschers. Die Tagung wurde zu einem höchst gelungenen Gedankenaustausch zwischen Vertretern/innen der Geo- und Biowissenschaften einerseits und der Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftskommunikation andererseits, bei dem viele viel voneinander gelernt haben.

Die lebhafte Diskussion wurde darüber hinaus auch durch die internationale Zusammensetzung des Vortragendenkreises befördert; neben führenden deutschen Geo-Bio-Wissenschaftlern wie Volker Mosbrugger (Senckenberg) und Johannes Vogel (Naturkundemuseum Berlin) traten Fachwissenschaftler/-innen aus Holland, der Schweiz, Dänemark, der Türkei, den USA und Argentinien auf. Die Vortrags- und Diskussionsfolge wurde in bekanntermaßen gewinnender Weise geleitet von Manfred Strecker, Geologieprofessor in Potsdam, Mitglied der Leopoldina und Präsident der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung.

Eröffnet wurde das Symposium durch einen öffentlichen Abendvortrag der Londoner Humboldt-Biographin Andrea Wulf.

Ein Interview des Deutschlandfunks mit Prof. Manfred Strecker finden Sie hier.

Einen ausführlicheren Bericht finden Sie: hier
Eine Publikation der Beiträge wird vorbereitet.

Info-Faltblatt: hier            

Manfred Strecker, Präsident der GeoUnion, am Pult der Leopoldina
(Fotos: GeoUnion)
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Aktuelles

17.03.2020

Kaffeeklatsch mit Wissenschaft: Andesit im Berliner Naturkundemuseum

BDG und GeoUnion eröffnen das Jahr des Andesits im Berliner Naturkundemuseum

mehr

03.02.2020

Hört auf die Wissenschaft

Vier große naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland fordern von Politik und Wirtschaft energische Maßnahmen gegen den Klimawandel.

mehr

19.07.2019

Neues GEO-Welterbe in Deutschland

Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří (Deutschland und Tschechische Republik) seit 6. Juli UNESCO-Weltkulturerbe

mehr

29.04.2019

Schulgeographie betont Bedeutung des Klimawandels im Schulunterricht

Pressemitteilung des Verbandes Deutscher Schulgeographen VDSG und der Deutschen Gesellschaft für Geographie weist auf das fachliche Angebot der (Schul-)Geographie zum Klimawandel hin.

mehr

08.04.2019

Neue Höhle im Bergischen Land entdeckt

Engelskirchener "Windloch" entpuppt sich als weitverzweigtes Höhlensystem.

mehr

Gesteinskunde-Kinderbuch neu erschienen

"Steine, Minerale und Fossilien" aus der Reihe NaturDetektive des circonverlags in aktualisierter und erweiteter Neuausgabe publiziert

Die neue Fassung ist noch schöner geworden als die Erstausgabe: Liebevoll konzipiert und geschrieben von Martina Rüter, mit sehr gelungenen Abbildungen von Ilonka Baberg und ganz hervorragenden Fotos ausgestattet, ist dieses Lehrbüchlein für die Altersgruppe 7-12 jetzt das Standardwerk für alle Wissbegierigen in Sachen Gesteinskunde (.. und weit über 12 Jahre hinaus). – Empfehlenswert!

96 Seiten, € 8.99, überall im Buchhandel

Mehr dazu: hier

 

Die GeoUnion

Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung ist derZusammenschluss der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. 1980 als “Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften (AWS)” gegründet, erfolgte 2004 die Umbenennung in “GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung”. Die Stiftung wurde nach dem bedeutenden deutschen Polarforscher Alfred Wegener (1880-1930) benannt, der mit seiner bahnbrechenden Hypothese von der Kontinentaldrift den Grundstein für unser heutiges Weltbild einer dynamischen Erde gelegt hat. Sie wird von derzeit 34 geowissenschaftlich orientierten Organisationen (Trägereinrichtungen) getragen und repräsentiert über 50.000 Mitglieder.

Mehr über die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung



 
 
 
 
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