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Viele interessante geowissenschaftliche Veranstaltungen – für alle und jetzt auch wieder vieles nicht online sondern drinnen und draußen!
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Welttag des Bodens am 5. Dezember: Der Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol

Der neue "Jahresboden" Pelosol wurde am 3. Dezember in einer attraktiven und inhaltsreichen Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin vorgestellt.

Der Pelosol ist ein schwerer Tonboden, der sich durch einen mächtigen P-Horizont unter dem B-Horizont auszeichnet, in dem die Tonbestandteile bei Feuchtigkeit zum Aufquellen des Bodens führen und bei Trockenheit zur Schrumpfung, bei der dann Trockenrisse entstehen. Weil die Pelosole nur bei einem bestimmten Maß an Durchfeuchtung gut zu bearbeiten sind, heißen sie auch "Minutenböden" (was etwas übertrieben ist). Der Pelosol kommt in Deutschland vor allem auf den Tongesteinen des Keupers (Trossingen-Formation, früher Lettenkeuper) sowie des Unteren und Mittleren Juras vor, außerdem auf Auelehmen und Tonbildungen aus vulkanischem Material.

Sehr gut portraitiert ist der Pelosol hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Iu6acXMFSaI    

Der Boden des Jahres ist eine Aktion zur Verbreitung des Themas "Boden" in die Gesellschaft. Wir alle leben vom Boden, wirken täglich mit an seiner Bedrohung und Schädigung (und lassen dies zu) und sind uns viel zu wenig darüber bewusst, wie wichtig der Boden, diese oberste Schicht der Erdkruste, eigentlich ist. Mehr Information dazu: hier      

Foto: LGRB Baden-Württemberg, Gemeinde Hildrizhausen
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World Ocean Review 7: Neuer Bericht erscheint am 23. November

„Lebensgarant Ozean – nachhaltig nutzen, wirksam schützen“ ist der Titel des 7. Bandes der exzellenten Reihe zur Meeresforschung.

Im Fokus der siebten Ausgabe des »World Ocean Review« stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Physik des Meeres und auf seine Lebensgemeinschaften; die Folgen von Fischerei, Schifffahrt, Ressourcenabbau, Energiegewinnung und Meeresverschmutzung sowie die Fragen, wie sich Wirkstoffe aus dem Meer nutzen lassen und wie der Ozean künftig so verwaltet werden kann, dass sowohl sein Schutz als auch die Teilhabe möglichst aller Menschen an seinen Leistungen und Gütern gewährleistet sind. Dabei zeigt der neue WOR in allen Themenfeldern umfassende Lösungen für eine nachhaltige Meeresnutzung auf, beschreibt Best-Practice Beispiele und verweist auf eine Vielzahl internationaler Meeresschutz-Abkommen, die wichtige Instrumente darstellen, deren Umsetzung jedoch bis heute vielerorts nicht gelingt.
Die Bände sind nicht nur inhaltlich hochinteressant sondern auch sehr ansprechend gestaltet: Sie sind als Pdf und in der Printversion erhältlich. 
Mehr Information: https://worldoceanreview.com/de/
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Geopark 'Sachsens Mitte' ist der 18. Nationale GeoPark in Deutschland

Die Zertifizierungskommission Nationale GeoParks der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat auf ihrer Sitzung in Darmstadt am 4. November 2021 den Geopark ‚Sachsens Mitte‘ als „Nationalen GeoPark“ zertifiziert. Die Zahl der Geoparks in Deutschland mit diesem Gütesiegel wächst damit auf 18.

Die Region zwischen dem Dresdner Elbtal und den Höhen des Erzgebirges zeichnet sich vor allem durch eine ganz besonders hohe Geodiversität aus. Auf engem Raum kann man hier einen Großteil all der Gesteine finden, die es weltweit gibt: uralte Gneise aus frühen Gebirgsbildungsphasen, Granite aus späteren Plutonen, jüngere Sedimentgesteine und vor allem auch vulkanische Gesteine – Zeugnisse aus unterschiedlichen Phasen vulkanischer Aktivität in diesem Raum. Der bekannteste Gesteinsaufschluss im Geopark ist der sogenannte Porphyrfächer von Mohorn-Grund, der sehr schön das fächerförmige Auskristallisieren der erkaltenden Lavaströme vor rund 300 Millionen Jahren zeigt.

Zum Geopark gehören aber auch die Zeugnisse des Steinkohlebergbaus im Döhlener Becken um Freital, die in den Städtischen Sammlungen Schloss Burgk gezeigt werden, und die Geschichte des Silberbergbaus, die das MiBERZ, das Museum für mittelalterlichen Erzbergbau, in Dippoldiswalde präsentiert. Mit seinem vielfältigen Themenspektrum, mit der Attraktivität der verschiedenen Anlaufpunkte in der abwechslungsreichen Wander-Landschaft und dem Geopark-Zentrum in Dorfhain ist der Geopark ein Gewinn für die Familie der Nationalen GeoParks in Deutschland, deren Zahl auf 18 wächst.

Mehr dazu: hier
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Neu: Jeden Monat wird ein besonderes Geotop vorgestellt,

mit geowissenschaftlicher Erläuterung, auf Deutsch und Englisch.
30 Geotope³ ist ein Projekt der DGGV, welches vom OutcropWizard-Team der Universität Bonn um PD Dr. Gösta Hoffmann und Prof. Dr. Martin Meschede von der Universität Greifswald geleitet wird.

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"Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen und andere, deren Arbeit eine Investition in die Zukunft darstellt, würden gut bezahlt werden und überaus geachtet sein. Geologie wäre vollkommen in die naturwissenschaftlichen Lehrpläne integriert und würde womöglich als Brückenfach dienen, in dem Schüler und Schülerinnen physikalische, chemische und biologische Prinzipien auf das immens komplexe System der Erde anwenden könnten."

aus dem Buch "Zeitbewusstheit" von Marcia Bjornerud, Matthes & Seitz Berlin, 2020 (S. 205f.)

Mehr zu diesem Buch: hier

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Das Mineral des Jahres 2021: Calcit

Die Mitglieder der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie (VFMG e.V.) haben mit großer Mehrheit den Calcit zum „Mineral des Jahres 2021“ gewählt. Das Mineral wird im Verlauf des Jahres hinsichtlich seiner Bedeutung ausführlich vorgestellt. Das Naturkundemuseum Gera wird eine Kabinett-Ausstellung zum Thema „Calcit“ zeigen, wie es sie bereits über den Fluorit im Jahr 2020 gab. Für den Augenblick sei verwiesen auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Calcit.

Calcit ist das Mineral, das den wichtigen Werkstoff Kalk aufbaut. Der Name Calcit leitet sich vom griechischen Chalix (Kies, Mörtel, Kalk) und dem römischen Calx (Kalk) ab. Kenntnisse um die Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung von Kalk sind seit rund 14.000 Jahren nachgewiesen. Zu den berühmtesten aus Kalkstein errichteten Bauwerken zählen die Cheopspyramide, der Parthenon auf der Akropolis sowie das Kolosseum in Rom. Ob im Haus- oder Straßenbau verwendet oder bei der Produktion von Eisen und Stahl, Glas und Kunststoffen, zahlreichen Hygieneartikeln, Papier, Lebensmitteln und Getränken eingesetzt – der Rohstoff Kalk ist allgegenwärtig. Eine bedeutende Rolle spielt Kalk auch als Düngemittel, bei der Rauchgasreinigung, der Abwasserbehandlung und der Trinkwasseraufbereitung.

Foto: Calcit aus der Jiepalyu-Mine, Shimen, Präfektur Changde, Hunan, China. Foto: Rob Lavinsky, iRocks.com, https://de.wikipedia.org/wiki/Calcit #/media/Datei:Calcite-67881.jpg
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Aktuelles

03.08.2021

Auch nach der Hitzeperiode interessant:

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29.01.2021

Flensburg-Meteorit enthält älteste Spuren heißen Wassers

Der im September 2019 in Flensburg niedergegangene Meteorit enthält die ältesten bisher gefundenen Spuren von Wasser in unserem Sonnensystem.

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27.01.2021

Promotionsstudium Global Biogeochemical Cycles, Jena

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27.01.2021

Opfer der Pandemie: steinexpo Homberg/Nieder-Ofleiden erneut abgesagt

Wie die Organisatoren mitteilen, muss auch der Nachholtermin 14.-17. April 2021 für die 11. Internationale Demonstrationsmesse für die Roh- und Baustoffindustrie im Basaltsteinbruch im Vogelsberg pandemiebedingt abgesagt...

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15.01.2021

Der Boden des Jahres 2021: Lössboden

Der beste Boden der Welt: entwickelt sich auf Löss, dem Gestein, das am Ende der Eiszeit durch Ausblasung und Ablagerung entstand.

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Die GeoUnion

Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung ist derZusammenschluss der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. 1980 als “Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften (AWS)” gegründet, erfolgte 2004 die Umbenennung in “GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung”. Die Stiftung wurde nach dem bedeutenden deutschen Polarforscher Alfred Wegener (1880-1930) benannt, der mit seiner bahnbrechenden Hypothese von der Kontinentaldrift den Grundstein für unser heutiges Weltbild einer dynamischen Erde gelegt hat. Sie wird von derzeit 34 geowissenschaftlich orientierten Organisationen (Trägereinrichtungen) getragen und repräsentiert über 50.000 Mitglieder.

Mehr über die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung



 
 
 
 
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