GeoUnion

Willkommen auf der Webseite der Alfred-Wegener-Stiftung

Geschichte der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung

Anlässlich des Internationalen Alfred-Wegener-Symposiums, das vom 25. bis zum 29. Februar 1980 zum 100. Geburtstag und zugleich zum 50. Todestag des Namensgebers Alfred Wegener (1880 – 1930) in Berlin (West) abgehalten wurde, kamen am 25. Februar 1980 12 geowissenschaftliche Gesellschaften zusammen und gründeten die Alfred-Wegener-Stiftung (AWS).

Ziel der Stiftung war vor allem, durch wirksame Öffentlichkeitsarbeit den Stellenwert der Geowissenschaften in Deutschland anzuheben, im Wesentlichen durch Publikationen und Veranstaltungen. Die geowissenschaftlichen Disziplinen sollten eine gemeinsame Vertretung gegenüber der Politik erhalten, die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Geowissenschaften sollte gefördert werden, insbesondere durch die Organisation von Alfred-Wegener-Konferenzen und gemeinsame Forschungsvorhaben.

Zwischen 1981 und 1999 wurden 18 Alfred-Wegener-Konferenzen zur interdisziplinären geowissenschaftlichen Arbeit veranstaltet sowie 1999 ein Alfred-Wegener-Symposium zum Thema „Klima aus geowissenschaftlicher Sicht“.

Von 1983 bis 1987 gab die Alfred-Wegener-Stiftung die Zeitschrift „Geowissenschaften in unserer Zeit“ heraus, die ab 1988 unter dem Titel „Geowissenschaften“ lief, bis sie 1997 eingestellt wurde.

Unter dem Titel TERRA NOSTRA erscheint seit 1993 eine Schriftenreihe, die Tagungsveranstaltern die Möglichkeit gibt, Fachbeiträge, Proceedings und Tagungsergebnisse in einer ständigen Reihe zu veröffentlichen. Darüber hinaus werden auch Einzelarbeiten sowie Hefte interdisziplinären Charakters oder von fächerübergreifender Bedeutung veröffentlicht.

In den 1990er Jahren betrieb die AWS über eine Tochtergesellschaft in Köln mit der „geotechnica“ (bis 1997) und danach der GEOSPEKTRA zwei große Messen für Geotechnik.

Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Geographie und dem Institut für Länderkunde Leipzig veröffentlichte die Alfred-Wegener-Stiftung 1996 die Leipziger Erklärung. Dieses Manifest ist ein bedeutendes bildungspolitisches Positionspapier. Es fordert eine stärkere Verankerung der Geowissenschaften und der Geographie, insbesondere der Physischen Geographie, in der deutschen Lehrerbildung und im Schulunterricht. Die Forderungen wurden 2023 in dem Positionspapier „Mehr Erdsystemwissen in die Schule“ erneuert.

Als Kooperationspartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung spielte die Alfred-Wegener-Stiftung im Jahr der Geowissenschaften 2002 die führende Rolle bei der Ausgestaltung dieses als sehr erfolgreich angesehenen Wissenschaftsjahres, in dem rund 2000 Veranstaltungen zu geowissenschaftlichen Themen stattfanden und der Fächerverbund sich in seiner ganzen Breite unter einem operativen Dach präsentierte.

Unter der Federführung des Bremer Geowissenschaftlers Gerold Wefer wurden im Anschluss an das Jahr der Geowissenschaften mehrere, jeweils erweiterte Auflagen der weitgefassten Darstellung der Geowissenschaften unter dem Titel „Expedition Erde“ publiziert (2002, 2010, 2015).

Im Jahr 2002 erhielt die Alfred-Wegener-Stiftung vom Bund/Länderausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) den Auftrag, „Nationale GeoParks“ zu zertifizieren und dazu Richtlinien aufzustellen und eine Zertifzierungskommission einzurichten. Diese Aufgabe entwickelte sich zu einem wesentlichen Tätigkeitsfeld der Stiftung. Seit der Etablierung dieses Gütesiegels wurden 20 Geoparks mit dieser Anerkennung ausgezeichnet.

Im Jahr 2004 wurde die Alfred-Wegener-Stiftung in GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung umbenannt, um bereits im Namen den Charakter des Zusammenschlusses der geowissenschaftlichen Gesellschaften und Forschungseinrichtungen zum Ausdruck zu bringen.

Von 1991 bis 2019 unterstützte ein besonderer Förderverein die Arbeit der Stiftung. Mit den Mitteln wurden größere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen finanziert: „System Erde – Mensch“ 2008 (zugleich deutsche Hauptveranstaltung des International Year Planet Earth), „EnergieMix 2050 – Die Rolle der Geowissenschaften für die zukünftige Energieversorgung” 2010, „Luft – Wasser – Erde – Leben. Geo- und Umweltforschung für unsere Gesundheit” (zusammen mit der Schering-Stiftung) 2011, „Zukunftsprojekt ERDE – Beiträge der Erdsystem- und Umweltforschung zum Wissenschaftsjahr 2012”, „Vom Weltraum zum Erdinneren. Die Bedeutung der Geowissenschaften für die Gesellschaft” 2013, “DigiGeo. Die Geowissenschaften in der digitalen Gesellschaft“ 2014.

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2017 (Meere und Ozeane) konnte die GeoUnion ein vom BMBF gefördertes Outreach-Projekt durchführen: „MOBI – Meere und Ozeane im Binnenland“. Es verband maringeologische Aspekte aus der Erdgeschichte mit aktuellen Grundfragen der Meeresforschung. Dazu wurden 15 ganztägige Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Deutschland durchgeführt.

Seit 2014 hat die GeoUnion bei der Initiative „Gestein des Jahres“ mitgewirkt und dazu Veranstaltungen durchgeführt, so zu Phonolith (2014, Ausstellung in der Landesvertretung Baden-Württemberg), Schiefer (2019, 15 Vorträge in verschiedenen Städten im ländlichen Raum), Gips (2022, 13 Vorträge, eine weitere Großveranstaltung in Sperenberg), Suevit (2023, 5 Vorträge).

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