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Am Freitag, 18. September 2026 überreichte der Präsident der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, der Karlsruher Geologieprofessor Frank Schilling, dem Geopark Vogtland die Urkunde zur Auszeichnung als Nationaler GeoPark.
Der Geopark Vogtland ist damit der 20. Nationale GeoPark in Deutschland. Mit ihm umfassen die Geoparks in Deutschland rund 17 % der Fläche unseres Landes.
Geoparks sind in einer ersten Beschreibung als „Naturparke mit geowissenschaftlichem Schwerpunkt” zu bezeichnen; es handelt sich um mittelgroße Regionen (sie umschließen in der Regel Teile eines Landkreises oder auch mehrere Landkreise), die besondere geologische Sehenswürdigkeiten aufweisen und diese der Öffentlichkeit präsentieren. Es geht den Geoparks dabei um den Schutz des geologischen Erbes, die Vermittlung geowissenschaftlichen Wissens in die Gesellschaft und die Förderung der regionalen Entwicklung durch den Aufbau von Geotourismus zu diesen besonderen geologischen Zielpunkten, den „Geotopen”.
Mehr über die Geoparks in Deutschland finden Sie hier: https://www.geoparks-in-deutschland.de/
Der Geopark Vogtland ist mit 388 km2 der kleinste unter den deutschen Geoparks. Er liegt im Südosten des Vogtlandkreises. Seinen Kernbereich bildet die „Topaswelt Schneckenstein”, die den einzigartigen Topas-Felsen des Schneckensteins mit dem höchst reich ausgestatteten Vogtländisch-Böhmischen Mineralienzentrum und dem Besucherbergwerk Grube Tannenberg verknüpft. Thematisiert werden außerdem die markante Felsgruppen aus Grauwackenquarzit, die Granitvorkommen und der besondere Theumaer Fruchtschiefer.
Schon das bewegte Relief, der Wechsel zwischen Wald, Äckern und Wiesen sowie die großen Wasserflächen (vielfach künstlich angelegte Talsperren) machen diesen Teil des Vogtlands zu einer sehr attraktiven Urlaubsregion. Dazu kommen die Möglichkeiten für den Wintersport – und jetzt eben auch der Geotourismus.
Nur durch Zusammenfassung aller Geo-Wissenschaften dürfen wir hoffen, die „Wahrheit“ zu ermitteln, d.h. dasjenige Bild zu finden, das die Gesamtheit der bekannten Tatsachen in der besten Ordnung darstellt und deshalb den Anspruch auf größte Wahrscheinlichkeit hat.
Alfred Wegener, Graz, im November 1928
Quellenangabe: Wegener, Alfred 1929: Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Vierte umgearbeitete Auflage, Braunschweig: Vieweg.
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