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Welttag des Bodens am 5. Dezember: Der Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol

Der neue "Jahresboden" Pelosol wurde am 3. Dezember in einer attraktiven und inhaltsreichen Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin vorgestellt.

Foto: LGRB Baden-Württemberg, Gemeinde Hildrizhausen

Der Pelosol ist ein schwerer Tonboden, der sich durch einen mächtigen P-Horizont unter dem B-Horizont auszeichnet, in dem die Tonbestandteile bei Feuchtigkeit zum Aufquellen des Bodens führen und bei Trockenheit zur Schrumpfung, bei der dann Trockenrisse entstehen. Weil die Pelosole nur bei einem bestimmten Maß an Durchfeuchtung gut zu bearbeiten sind, heißen sie auch "Minutenböden" (was etwas übertrieben ist). Der Pelosol kommt in Deutschland vor allem auf den Tongesteinen des Keupers (Trossingen-Formation, früher Lettenkeuper) sowie des Unteren und Mittleren Juras vor, außerdem auf Auelehmen und Tonbildungen aus vulkanischem Material.

Sehr gut portraitiert ist der Pelosol hier: https://www.youtube.com/watch?v=Iu6acXMFSaI

Der Boden des Jahres ist eine Aktion zur Verbreitung des Themas "Boden" in die Gesellschaft. Wir alle leben vom Boden, wirken täglich mit an seiner Bedrohung und Schädigung (und lassen dies zu) und sind uns viel zu wenig darüber bewusst, wie wichtig der Boden, diese oberste Schicht der Erdkruste, eigentlich ist. Mehr Information dazu: hier

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