GeoUnion

Willkommen auf der Webseite der Alfred-Wegener-Stiftung

Ein Freitag in Mainz – vollgepackt mit Geowissen

Christoph Helo veranschaulicht die plinianische Eruption. (Foto: Volker Wilhelmi)

Zu einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte am 21. März 2025 hatten Prof. Dr. Kirsten Grimm und Dr. Christoph Helo vom Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeladen, und 16 Geographie-LehrerInnen bzw. sonstwie Interessierte, z.B. aus Geoparks, waren dem Ruf nach Mainz gefolgt. Die Veranstaltung war die erste in einer Reihe, die die neu etablierte Initiative „Geowissenschaftliche Bildung in Rheinland-Pfalz“ derzeit vorbereitet.

Den InitiatorInnen geht es dabei um die Stärkung geowissenschaftlicher Themen und Inhalte im Schulunterricht, vor allem – und naheliegend – im Fach Geographie, aber durchaus auch in anderen Fächern. Die Initiative ist wichtig, weil die Themen aus der Geologie und ihren Nachbargebieten mittlerweile kaum mehr im Unterricht vorkommen.

Die Paläontologin Kirsten Grimm und der Vulkanexperte Christoph Helo hatten Themen aus Ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten ausgesucht: Geologie und Paläontologie des Mainzer Beckens und Vulkanismus in der Eifel. Nach einem spielerischen Einstieg in die Millionen-und-Milliarden-Jahre-Dimension der Erdgeschichte ging es mächtig zur Sache, zunächst zur Geologie des weltweit einzigartigen Mainzer Beckens und seinen aus dem Tertiär stammenden vielgestaltigen Sedimenten, immer wieder mit Seitenblicken auf allgemeine geologische und geomorphologische Phänomene: Wie entstehen Fossilien? Wann und wie entstand der Oberrheingraben? Welche verschiedenen Sedimentationsbedingungen, d.h. Ökosystemsituationen, sind zu unterscheiden? Wie verhalten sich Ton, Sand und Kies bei Transport und Ablagerung? Welche Fossilien gibt es im Mainzer Becken und was sagen sie aus? Wie entstehen Kalkstein und Kohle? ... ich kann gar nicht alles aufschreiben hier.

Dann, nach dem Mittagsimbiss in der Frühjahrssonne des ja auch klimabegünstigten Mainzer Beckens, zum Eifel-Vulkanismus: „Der Laacher-See-Ausbruch war gestern“ – geologisch gesehen; die Bedeutung der Plumes für den Vulkanismus; Schlackenkegel und Maare als wichtige Vulkanformen; explosiver und effusiver Vulkanismus; Caldera-Bildung und vieles andere mehr ... – Alles verständlich gegliedert, wunderbar anschaulich präsentiert mit vielen aussagekräftigen Abbildungen und Videos und – der Gipfel! – garniert mit eindrucksvollen Versuchen: Da muss schon mal die Speisestärke herhalten, um Magmenviskosität zu veranschaulichen, und ein Bottich besten Weizenmehls (Type 405) gibt sich hin für die Calderenentstehung. –

Insgesamt: ein Höhepunkt der Wissenskommunikation, Geodidaktik vom Feinsten (meinte auch Prof. Dr. Dirk Felzmann, und der muss es wissen, schließlich hat er ein dickes Buch darüber geschrieben). – All dies machte Lust auf mehr: auf weitere Kurse (kommen!) und natürlich auch – bei diesen Themen der Heimatgeologie – Exkursionen!  (diesbezügliche Angebote wurden vorgestellt). – Wir freuen uns auf mehr von der
Initiative Geowissenschaftliche Grundbildung in Rheinland-Pfalz.

GeoUnion | Alfred-Wegener-Stiftung

c/o Universität Potsdam
Institut für Geowissenschaften
Karl-Liebknecht-Str. 24-25, Haus 27
14476 Potsdam

Telefon: 0331-977-5789
Telefax: 0331-977-5700
E-Mail: christof.ellger@geo-union.de

Sie haben eine Geo-Frage?
Sie benötigen eine Auskunft?

E-Mail senden