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Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft feiert 100-jähriges Gründungsjubiläum

Mit einer Festveranstaltung in den Räumen und in Kooperation mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover hat die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) am 25. Februar ihren 100. Geburtstag gefeiert. Das Jubiläum bot einen Anlass, einmal mehr auf die fundamentale Bedeutung des Bodens, der dünnen Haut des Planeten Erde, hinzuweisen, zum Beispiel im Hinblick auf die Ernährung der Weltbevölkerung. Böden sind immens wichtig für die globalen Ökosysteme, gleichzeitig sind sie weltweit massiv bedroht von Bodenerosion und Schädigung.

Die Gesellschaft war am 24. Februar 1926 auf der "Wintertagung" der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlin – das ist heute die "Grüne Woche" – als deutsche Sektion der zwei Jahre zuvor in Rom konstituierten Internationalen Bodenkundlichen Union (heute International Union of Soil Sciences IUSS) gegründet worden.

Daniela Sauer, DBG-Präsidentin und Professorin für Bodenkunde an der Universität Göttingen, betonte in ihrer Begrüßung die vielfältige Vernetzung der DBG: mit den Geowissenschaften, im Dachverband Agrar-, Forst-, Ernährungs-, Veterinär- und Umweltforschung (DAF), bei der Aktionsplattform Bodenschutz und beim "Boden des Jahres". Dies bestätigten die Grußworte des Vizepräsidenten der BGR Volker Steinbach und des DAF-Präsidenten Karl H. Mühling. Der designierte IUSS-Präsident Bruce Lascelles gratulierte per Videobotschaft aus den englischen Cotswolds-Hügeln.

Unter dem Titel "Urgründe – Kontinuitäten – (Um)brüche" berichtete der frühere DBG-Präsident Karl-Heinz Feger klug und anspielungsreich aus der Geschichte der Gesellschaft, bevor sechs Fachvorträge wesentliche Themen der bodenkundlichen Forschung des 20. und 21. Jahrhunderts in den Blick nahmen: die Rolle der Künstlichen Intelligenz, die Forschung zur organischen Bodensubstanz, Mikroplastik im Boden, die ukrainischen Schwarzerden als Gegenstand historischer und aktueller Ressourcenkonflikte und die große Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für den Boden. Luca Montanarella berichtete über die Bodenforschung als eine der zentralen Aufgaben des Joint Research Centre der Europäischen Kommission im italienischen Ispra, dessen Arbeit vor allem in dem 2025 verabschiedeten "Soil Monitoring Law" der EU seinen Ausdruck gefunden hat. Es fordert unter dem Schlüsselbegriff "Soil Health" die Wiederherstellung gesunder Böden in der EU bis 2025.

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