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Der Boden des Jahres 2025 ist: die Rendzina

Die Rendzina ist ein besonderer Bodentyp auf Kalk-, Dolomit- oder Gipsgestein. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass unter dem humusreichen Oberboden (A-Horizont) direkt der Gesteinsuntergrund ansteht (C-Horizont), ein B-Horizont also fehlt.

Rendzinen haben einen günstigen Luft- und Wasserhaushalt, zudem sorgt der hohe Kalkgehalt für einen leicht basischen pH-Wert. Dadurch bieten Rendzinen ideale Bedingungen für Bodenlebewesen. Organisches Material wird daher schnell zersetzt und in den Boden eingearbeitet, was eine intensive Humusanreicherung zur Folge hat – ein charakteristisches Merkmal der Rendzina. Zudem fördert die hohe Aktivität der Bodenorganismen die Auflockerung des Bodens, verbessert die Bodenstruktur und begünstigt so die Wasseraufnahme, den Luftaustausch und die Nährstoffverfügbarkeit.

Dennoch sind Rendzinen für den Ackerbau eher ungeeignet, da der Boden aufgrund seiner fehlenden Tiefgründigkeit nur oberflächlich bearbeitet werden kann. Versucht man, tiefere Ebenen zu bearbeiten, werden Steine des Ausgangsgesteins an die Oberfläche befördert, die wiederum die Bewirtschaftung stören. Daher kommen Rendzinen eher als Standorte für Viehweiden zum Einsatz, wobei es durch Überweidung schnell zu Erosionsprozessen kommen kann, die auch mit der Freilegung des anliegenden Gesteins einhergehen.

(Quelle: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/de/blog/-/blogs/boden-des-jahres-2025-rendzina)

Die Rendzina wurde – wie jedes Jahr – am 5. Dezember, dem Weltbodentag, in einer Festveranstaltung in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem das Bundesland die Schirmherrschaft für die Rendzina übernommen hatte. Experten aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Dänemark präsentierten die Rendzina und ihre besonderen Vorkommen auf den Kreidekalken im Ostseeraum.

"Boden des Jahres" ist eine Gemeinschaftsaktion des Kuratoriums Boden des Jahres, des Ministeriums für ⁠Klimaschutz⁠, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern sowie der bodenkundlichen Fachverbände Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), Bundesverband Boden e.V. (BVB) UND Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA). Die Aktion wird gefördert vom Umweltbundesamt (UBA) in Dessau.

https://boden-des-jahres.de/

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