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150 Jahre Inlandeistheorie: Die Formung der Glaziallandschaften Europas

Gletscherschrammen im Kalkwerk Rüdersdorf. Foto: Karl-Bernhard Jubitz, aus Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 1997

Im Jahre 1875 besuchte der schwedische Geologe und Eisforscher Otto Martin Torell die Kalksteinbrüche von Rüdersdorf bei Berlin und erkannte dort, dass die Schrammen und Kratzspuren auf der Oberfläche des Kalksteins durch Gletscher entstanden sein müssen. Diese Gletscherschrammen kannte er aus seiner Heimat, wo Steine und Geröll am Fuße der mächtigen Eisfelder seit Urzeiten solche Spuren hinterlassen. Damit war der Grundstein für die Erkenntnis gelegt, dass die Gletscher Nordeuropas sich während der Eiszeiten von Skandinavien bis nach Mitteleuropa ausgedehnt hatten. Am 3. November 1875 hielt Torell dazu einen Vortrag vor der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Berlin.

Damit waren andere Erklärungen (wie z.B. die Drifttheorie, die einzelne schwimmende Eisberge als verantwortlich für die Gletscherspuren sah) widerlegt. Verschiedene Veranstaltungen in Deutschland erinnern 2025 an das Entdeckungsjahr 1875, z.B. eine attraktive Vortragsveranstaltung am 3. November 2025 im Museumspark in Rüdersdorf.

Mehr dazu: hier.

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