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		<title>Geo-Union.de: Aktuelles</title>
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			<title>Geo-Union.de: Aktuelles</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 12:56:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Klimatische Folgen einer schwachen Sonne</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/83.html</link>
			<description>Vor 2800 Jahren kam es zu einem stark ausgeprägten Minimum der Sonnenaktivität, dem ein sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor 2800 Jahren kam es zu einem stark ausgeprägten Minimum der Sonnenaktivität, dem ein sehr schneller Wechsel hin zu kühl-feuchtem und vor allem windigem Klima folgte. Geowissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam weisen gemeinsam mit schwedischen und niederländischen Kollegen diesen durch ein ausgeprägtes Minimum in der Sonnenaktivität verursachten plötzlichen Wechsel nach. Sie untersuchten dazu Sedimente aus dem Meerfelder Maar, einem See vulkanischen Ursprungs in der Eifel. Erstmals konnte mit modernsten Analyseverfahren die niedrige Sonnenaktivität selbst und gleichzeitig auch die klimatischen Folgen am selben Sedimentkern nachgewiesen werden.
Wie die im Wissenschaftsmagazin /Nature Geoscience/ (06.05.2012) veröffentlichte Studie zeigt, ereignete sich diese Klimaänderung zu Beginn der vorrömischen Eisenzeit und zeigt, dass vor allem sogenannte Grand Minima der Sonnenaktivität sich über die atmosphärische Zirkulation auf das Wettergeschehen in Westeuropa auswirken können. 
Eines dieser großen Minima der Sonnenaktivität, das Homerische Minimum, führte vor etwa 2800 Jahren innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums von nur einem Jahrzehnt zu einer deutlichen Klimaabkühlung.
Die jahreszeitlich geschichteten Ablagerungen im untersuchten Maarsee ermöglichen eine genaue Rekonstruktion und präzise Datierung selbst kurzfristiger Klimawechsel. Die Sedimentdaten belegen für einen 200 Jahre andauernden Zeitraum deutlich windigere Bedingungen und ein feucht-kühles Klima vor allem im Frühjahr. In Kombination mit Modellstudien konnte zudem ein Mechanismus festgestellt werden, der den Zusammenhang schwacher Sonnenaktivität und Klimaverschlechterung
erklärt: „/Die Änderung und Intensivierung der troposphärischen Windsysteme stehen vermutlich in einem ursächlichen Zusammenhang mit Prozessen in der Stratosphäre, die wiederum stark von der solaren UV-Strahlung beeinflusst werden/“, erläutert Achim Brauer vom GFZ, Leiter der Studie. „/Diese komplexe Prozesskette könnte somit ein Verstärkungsmechanismus sein, der erklärt, warum die häufig als gering angesehenen Schwankungen der Solarstrahlung trotzdem zumindest regional deutliche klimatische Auswirkungen mit weitreichenden Konsequenzen haben./“
Auch wenn diese Ergebnisse nicht direkt auf die Zukunft übertragbar sind, weil heute nicht nur natürliche, sondern auch anthropogene Faktoren das Klima beeinflussen, sind sie doch ein deutlicher Hinweis auf ungeklärte Fragen beim Verständnis des Klimasystems, betont Achim Brauer. Insbesondere muss offenbar der Wirkungsmechanismus der Solarstrahlung für die unterschiedlichen Wellenlängenbereiche noch genauer erforscht werden. Erst wenn diese Mechanismen genau verstanden sind, wird eine fundierte Aussage darüber möglich sein, welche klimatischen Konsequenzen das nächste große solare Minimum in unserer heutigen Welt des auch anthropogenen geprägten Klimawandels haben kann. 
Weil Binnensee-Sedimente jahresgeschichtet und präzise datierbar sind, kommt ihnen eine wichtige Rolle bei der Erforschung dieser Zusammenhänge zu.
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und anderer Einrichtungen sind weltweit auf der Suche nach solchen Archiven, um flächendeckende Informationen über das Zusammenspiel von Sonnenaktivität und Klimawandel und mögliche regionale Variationen zu erhalten. 
Celia Martin-Puertas, Katja Matthes, Achim Brauer, Raimund Muscheler, Felicitas Hansen, Christof Petrick, Ala Aldahan, Göran Possnert and Bas van Geel: 
<i>Pressemeldung des <link http://www.gfz-potsdam.de/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">GFZ Potsdam </link>zu “/Regional atmospheric circulation shifts induced by a grand solar minimum/”, Nature Geoscience, DOI 10.1038/NGEO1460</i>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 12:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Symposium &quot;From Process to Proxy&quot; am 10. Mai 2012</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/82.html</link>
			<description>Unter dem Titel 
From Process to Proxy. Et vice versa. Understanding (palaeo)environmental...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem Titel 
<b>From Process to Proxy. Et vice versa. </b><br />Understanding (palaeo)environmental records
findet am 10. Mai 2012 ab 14.00 Uhr ein öffentliches Symposium der AG Geowissenschaftlicher Nachwuchs der DFG Senatskommission für Zukunftsaufgaben der Geowissenschaften am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin statt.
<link fileadmin/downloads_geounion/Process-Proxy2012.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Das vollständige Programm</link>
]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 12:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>TERRA NOSTRA 2012/1 erschienen</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/81.html</link>
			<description>Soeben ist die Ausgabe 1/2012 der TERRA NOSTRA erschienen:
Bernd Zolitschka (ed.):3rd PAGES Varves...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;; " lang="EN-US">Soeben ist die Ausgabe 1/2012 der TERRA NOSTRA erschienen:</span>
<span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Bernd Zolitschka (ed.):<br /></span><b><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;" lang="EN-US">3<sup>rd</sup> PAGES Varves Working Group Workshop</span></b><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;" lang="EN-US">, Manderscheid (Germany)<br /> March 20-24, 2012. </span><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;"><br />Program and Abstracts.– 114 S. – <i>Verkaufspreis: € 14,-</i></span>
<link http://shop.strato.de/epages/61412926.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61412926/Products/tn201201 - external-link-new-window "zur Bestellung">zur Bestellung</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mensch – Umwelt – Georisiken im Quartär</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/80.html</link>
			<description>Die 36. Hauptversammlung der Deutschen Quartärvereinigung DEUQUA e.V. findet vom 16. bis 20....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die 36. Hauptversammlung der Deutschen Quartärvereinigung DEUQUA e.V. findet vom 16. bis 20. September 2012an der Universität Bayreuth statt (Vorexkursion: 15.-16.9.12; Nachexkursion: 21.-23.9.12). Das Rahmenthema lautet „Mensch – Umwelt – Georisiken im Quartär“. Ausrichter ist der Lehrstuhl Geomorphologie in Kooperation mit BayCEER.
Bayreuth und seine nähere Umgebung sind für einzigartige Vorkommen aus früheren geologischen Epochen bekannt. Vor diesem Hintergrund ist die Landschaftsentwicklung unseres Raumes ein besonderes Anliegen des Lehrstuhls Geomorphologie in Forschung<br />und Lehre. Der Lehrstuhl hat insbesondere im letzten Jahrzehnt der Quartärforschung inhaltlich und methodisch hohe Priorität verliehen und sich stark mit der internationalen Quartärforschung vernetzt. Die Mitarbeiter des Lehrstuhls, die mit innovativen Methoden quartärwissenschaftliche Themen in großer Breite bearbeiten, freuen sich darauf, mit der Ausrichtung der Tagung neue Akzente zu setzen.
<br />Neben mehreren eintägigen Exkursionen in die Umgebung werden in einer 2-tägigen Vorexkursion zu neuen „Highlights“ aus dem Quartär Ostbayerns sowie in einer 3-tägigen<br />Nach- exkursion nach Tschechien bisher weniger bekannte Erkenntnisse und Fragestellungen näher gebracht.
<link http://www.deuqua.org/mitteilungen/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Weitere Informationen und Anmeldung</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 15:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>8. Internationale Geothermiekonferenz vom 22. bis 25. Mai 2012</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/79.html</link>
			<description>Die Internationale Geothermiekonferenz gehört zu den wichtigsten  Veranstaltungen im Bereich tiefe...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Internationale Geothermiekonferenz gehört zu den wichtigsten  Veranstaltungen im Bereich tiefe Geothermie im europäischen Raum. Rund  250 Teilnehmer aus rund 20 Nationen treffen sich jedes Jahr, um in der  angenehmen Atmosphäre des Konzerthauses Freiburg über die Chancen und  Herausforderungen der Geothermie zu diskutieren.
Die Geothermiekonferenz findet vom 22. bis 25. Mai 2012 im Konzerthaus Freiburg statt.
<link http://www.geothermiekonferenz.de>http://www.geothermiekonferenz.de/</link>
]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 11:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nationale GeoParks zeigten ihre &quot;bunten Seiten&quot; in Berlin</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/78.html</link>
			<description>„Nationale Geoparks – bunte Seiten aus dem Buch der Erdgeschichte“  – unter diesem Titel...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>„Nationale Geoparks – bunte Seiten aus dem Buch der Erdgeschichte“  – unter diesem Titel präsentierten sich am 1. März 2012 erstmalig alle  13 zertifizierten Nationalen Geoparks Deutschlands auf einer  abwechslungsreichen Abendveranstaltung in der hessischen  Landesvertretung in Berlin.</b>
Rund 200 geladene Gäste konnten sich auf vielfältige Weise über die  Besonderheiten der einzelnen Geoparks informieren. Eingeladen hatte die  hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann. In  ihrer Begrüßungsrede erinnerte sie an die ersten Geopark-Gründungen vor  zehn Jahren und verwies auf die Erfolge der beiden hessischen Geoparks  „Bergstraße-Odenwald“ (einschließlich der Weltnaturerbestätte „Grube  Messel“) und „Grenzwelten“. Die Idee der Geoparks, mit besonderen  Angeboten wie z.B. Themenpfaden oder Schaubergwerken Erdgeschichte für  Besucherinnen und Besucher erfahrbar zu machen und dabei auch wichtige  Bildungsziele für Geowissenschaften und Umwelt zu verfolgen, zeige  seitdem eine hervorragende Resonanz. Eine achtminütige filmische Sequenz  vermittelte danach die ganze Vielfalt der geologischen Themen in den  einzelnen Geoparks. 
Vertieft wurde das Thema in einer anschließenden Podiumsdiskussion,  bei der die Ministerin zusammen mit dem Präsidenten der GeoUnion Prof.  Rolf Emmermann, dem Landesarchäologen von Schleswig Holstein Prof. Claus  von Carnap-Bornheim (Mitglied der Expertengruppe Nationale Geoparks)  und der im Geopark Bergstraße-Odenwald tätigen Geopark-Rangerin Dr.  Antje Bormann Errungenschaften und Chancen der Geoparks besprachen.  Dabei wurde das breite Spektrum der Aufgaben der Geoparks deutlich, die  Leistungen für die Wissenschaft, die Umweltbildung, den Tourismus und  die Regionalentwicklung erbringen. 
Einig war man sich darüber, dass das Prädikat „Geopark“ die einmalige  Möglichkeit biete, komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge für  verschiedenste Zielgruppen erlebbar zu machen, wobei der  Bekanntheitsgrad der Geoparks noch verbessert werden müsse. 
Für den weiteren Abend hatten sich die 13 Geoparks sowie weitere  Geopark-Initiativen mit Ständen in einheitlichem Geopark-Design und viel  Informationsmaterial (Faltblätter, Karten, Bücher) im Erdgeschoss der  Landesvertretung aufgebaut und standen den Besuchern Rede und Antwort. 

Fotos: GeoUnion, Jens Lindenkreuz (oben), Boris Trenkel (mitte, unten)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 11:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Niedermoor ist der Boden des Jahres 2012</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/76.html</link>
			<description>Was sind Niedermoore und wie sehen sie aus?Niedermoore sind Böden, die sehr große Mengen (über 30%)...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Was sind Niedermoore und wie sehen sie aus?</b><br />Niedermoore sind Böden, die sehr große Mengen (über 30%) an organischem Material als Torf enthalten. Diese Niedermoortorfe besitzen eine typisch dunkelbraune bis schwarze Farbe aus. Je nach Erhaltungszustand sind die Torf bildenden Pflanzenteile mit bloßem Auge mehr oder weniger gut erkennbar. Der Untergrund von Niedermooren kann aus Sand, Schluff, Lehm und Ton bestehen - oder auch aus ganz besonderen, in Seen abgelagerten Materialien, den Mudden. Diese Mudden können je nach Ausgangsmaterial weiß (Kalkmudde), oliv (Lebermudde aus Algen) oder dunkelbraun (Tonmudde) gefärbt sein.<br /><br /><b>Wie entstehen Niedermoore und wo kommen sie vor?</b><br />Niedermoore entstehen bevorzugt in Niederungen durch Grundwassereinfluss oder entlang von Flüssen und an Seen. Weltweit sind sie vor allem in den kühlen und feuchten Klimaten der Nordhalbkugel zu finden. Dort herrscht stets Wasserüberschuss, weil mehr Niederschlag fällt als verdunstet. In Deutschland nehmen Niedermoore eine Fläche von etwa einer Million Hektar ein. Die meisten und größten Moorflächen von bis zu 30.000 Hektar finden sich in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg. Die ca. 211.000 Hektar Niedermoorflächen in Brandenburg werden überwiegend als Grünland genutzt. Meist beginnt die Niedermoorentwicklung mit der Versumpfung durch hoch anstehendes Grundwasser oder der Verlandung von Seen. Bei Versumpfungsmooren sammelt sich das das abgestorbene Pflanzenmaterial unter Wassersättigung und Luftabschluss über dem mineralischen Unterboden an.<br />In Verlandungsmooren liegen die Torfe auf den am Gewässergrund abgelagerten organischen oder<br />mineralischen Sedimenten, den Mudden. Die Torfe eines Niedermoores entstehen aus abgestorbenen Wurzeln, Ästen, Blättern und Sprossen von Seggen, Schilf, Moosen, Erlen, Weiden oder anderen Sumpfpflanzen. Der Zersetzungsprozess des ständig neu anfallenden Materials läuft infolge von Luftmangel sehr langsam und unvollständig ab. Zudem müssen dafür besondere Mikroorganismen vorhanden sein. Der Torfkörper wächst nur um wenige Millimeter pro Jahr zur Wasseroberfläche oder zur Seemitte, wächst also von unten nach oben. Sind die Torfe mehr als 30 Zentimeter mächtig, sprechen wir von einem Niedermoor.<br /><br /><b>Welche Funktionen haben Niedermoore und wie werden sie genutzt?</b><br />Natürliche Niedermoore sind ökologisch sehr wertvoll. Mit den hohen Wassergehalten und den besonderen Nährstoffverhältnissen kommen nur angepasste, meist selten vorkommende Spezialisten der Tier- und Pflanzenwelt zurecht. Dazu gehören der Große Feuerfalter, das Wollgras und die Seggen. In mächtigen Niedermooren sind bis zu 2.000 Tonnen Kohlenstoff je Hektar festgelegt. Sie sind damit weltweit die größten Kohlenstoffspeicher pro Flächeneinheit. An der Zusammensetzung von Torfen lassen sich frühere Vegetations- und Klimaverhältnisse ablesen. Nicht selten finden sich auch Spuren ehemaliger Nutzung und Besiedlung. Niedermoore sind daher wichtige Archive der Natur- und Kulturgeschichte. Damit Niedermoore für Land- oder Forstwirtschaft oder für Siedlungen nutzbar wurden, mussten sie durch Gräben oder Dräne entwässert werden. Dadurch veränderten sich ihre Eigenschaften erheblich, oft irreversibel. Die meisten Niedermoore Deutschlands werden derzeit als Grünland in unterschiedlicher Intensität genutzt. Torf aus Niedermooren wird seit über 1.000 Jahren als Brennstoff, Heilmittel und Dünger verwendet. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Torfabbau industriell betrieben. Auch Raseneisenstein, eine Bildung in Niedermooren mit eisenreichem Grundwasserzufluss, und Kalkmudde wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts abgebaut. Heute wird Niedermoortorf in Deutschland nur noch auf sehr wenigen<br />Flächen für medizinische Zwecke gewonnen. Wegen ihrer Seltenheit stehen intakte, naturnahe Niedermoore in Deutschland heute unter Naturschutz.<br /><br /><b>Wodurch sind Niedermoore gefährdet</b>?<br />Die Hauptgefahr für naturnahe Niedermoore ist die Entwässerung - der Torf schrumpft und die Mooroberfläche sackt zusammen. Sauerstoff gelangt in den zuvor wassergesättigten Boden. Die Mineralisierung des Torfes kommt in Gang. Nährstoffe und Gase wie Kohlendioxid (CO2) werden freigesetzt. Aus einer Kohlenstoffsenke wird so eine Kohlenstoffquelle. Auch eine Klimaerwärmung kann zur Austrocknung und Zerstörung der Moore führen. Intensiv genutzte Niedermoore können klimawirksame Gase freisetzen, in der Größenordnung von bis zu 40 Tonnen Kohlendioxid je Hektar und Jahr. Für ihren Schutz und dauerhaften Erhalt benötigen noch intakte Moore daher sorgfältig ausgearbeitete Entwicklungsstrategien.
Der Boden des Jahre ist eine Iniative der <link http://www.dbges.de/wb/pages/boden-des-jahres.php _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Quarzit ist das Gestein des Jahres 2012</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/75.html</link>
			<description>Wenn ein Sandstein in den Untergrund gelangt und dort im „Erdofen” bei erhöhter Temperatur und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn ein Sandstein in den Untergrund gelangt und dort im „Erdofen” bei erhöhter Temperatur und geringem Druck „gebacken” wird, dann entsteht ein Quarzit. Den „Backvorgang” im Erdofen bezeichnen Geowissenschaftler als Metamorphose – ein Umwandlungsprozess, der bereits von Johann Wolfgang von Goethe von den Pflanzen beschrieben wurde und den wir von den Schmetterlingen kennen. Beim geologischen Umwandlungsprozess von einem Sandstein zu einem Quarzit werden die Sandkörner eng miteinander verzahnt, und es entsteht ein sehr dichtes und widerstandsfähiges Gestein. Mächtigere Quarzitpartien im Verband mit anderen Gesteinen sind daher morphologisch meist als Felsrücken und Härtlinge in der Landschaft erkennbar.<br /><br />Quarzite bestehen fast ausschließlich (meist deutlich über 80 Prozent) aus Quarz (SiO2) – nach den Feldspäten das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Fast alle Quarzite sind aus quarzreichen Sedimentgesteinen entstanden, aber auch im Kontakthof von Graniten können quarzitische Gesteine entstehen. Böden auf quarzitischem Untergrund sind nährstoffarm und steinig. In Deutschland treten Quarzite vor allem in den Mittelgebirgen in Gesteinsfolgen auf, die von der variszischen Gebirgsbildung erfasst wurden, d.h. älter als 300 Millionen Jahre sind, wie z.B. im Rheinischen Schiefergebirge (Taunus-Quarzit, Raumland-Quarzit), im Harz (Acker-Bruchberg-Quarzit) oder im Vogtland (Gunzener Quarzit). Hier und an vielen anderen Stellen wird man dem Gestein „Quarzit” daher auf Wanderungen begegnen.<br /><br />In Norddeutschland bilden Quarzite häufige Komponenten eiszeitlicher Ablagerungen. Zusammen mit Graniten, Gneisen und Migmatiten wurden sie ab dem 11. Jahrhundert bevorzugt in den Feldsteinkirchen Norddeutschlands verbaut, die hier eine eigene architektonische Bauform bilden.<br /><br />Es gibt aber auch jüngere Sandsteine, die zwar nicht metamorph, aber verkieselt und somit den Quarziten sehr ähnlich sind. Ein Beispiel hierfür ist der quarzitische Heidelberg-Sandstein der Kreide-Zeit, aus dem die Teufelsmauer bei Thale besteht. Ähnlich verhält es sich mit den unter rein sedimentären Bedingungen gebildeten „Tertiärquarziten”, die in den hessischen und mitteldeutschen Braunkohlenlagerstätten auftreten und ebenfalls eingekieselte Sandsteine darstellen. Die „Tertiärquarzite” verkieselten unter einem tropischen Klima, bei dem die Kieselsäure im Grundwasserbereich gelöst und an anderer Stelle im Sandstein wieder abgeschieden werden konnte.<br /><br />Durch die Metamorphose werden die ursprünglich rundlichen Quarzkörner deformiert und geplättet. Die plattigen Körner zeigen meist eine Einregelung. Zusammen mit ebenfalls eingeregelten Glimmerplättchen erzeugen sie in manchen Quarziten eine sehr ausgeprägte plattige Spaltbarkeit.<br /><br />Die Widerstandsfähigkeit des Minerals Quarz und die Struktur des Gesteins haben eine hohe Verwitterungsbeständigkeit zur Folge. Sie machen die Quarzite zu einem wichtigen und interessanten Rohstoff in der Werksteinindustrie. Im Zusammenspiel mit einer durch andere Minerale (Disthen, Dumortierit, Hämatit) verursachten Farbigkeit haben Quarzite ein weites Anwendungsfeld, beispielsweise als Polygonalplatten für strapazierfähige Wandverkleidungen und Bodenbeläge, gefunden. Im Handel sind fast ausschließlich Importgesteine aus Europa (Norwegen, Italien, Kroatien) und Übersee (Brasilien). Seltener ist die Verwendung bankiger Quarzite als Baustein, wie die des Gommern-Quarzites für die Klosterkirche von Leitzkau bei Magdeburg.<br /><br />Außerdem finden Quarzite in der Metallurgie als Rohstoff für die Herstellung von Ferrosilizium Verwendung. Die sog. Tertiärquarzite, die wegen der Unregelmäßigkeit ihres Auftretens für den Braunkohlenbergbau eher hinderlich sind, sind in der Feuerfestindustrie für die Herstellung von Silika-Steinen verwendet worden. Für die Produktion von Quarzglas und von metallischem Silizium für die Solarwirtschaft und die Elektronik werden Quarzrohstoffe aus Gängen und hochmetamorphen Mobilisaten verwendet, die einen wesentlich höheren Reinheitsgrad besitzen. Das Gestein des Jahres wird seit 2007 gemeinsam vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) bestimmt. Weitere Informationen über <link http://www.gestein-des-jahres.de/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.gestein-des-jahres.de</link>.<br /><br />Kontakt:<br />Dr. Werner Pälchen, wer.paelchen@t-online.de<br />Dipl.-Geol. Monika Huch, DGG-AK Öffentlichkeitsarbeit, mfgeo@t-online.de<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:06:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>500 Jahre Gerhard Mercator</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/74.html</link>
			<description>Vom Weltbild der Renaissance zum Kartenbild der Moderne 
6.3.-10.6.2012
Das Museum für Kunst und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Vom Weltbild der Renaissance zum Kartenbild der Moderne</b> 
6.3.-10.6.2012
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund nimmt den  Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch 500 Jahre Kartographie.  Er geht geht auf Erkundung von Globen, Weltkarten, Atlanten bis hin zu  Detailkarten. Auf dieser auch interaktiven Tour durch die Maßstäbe wird  die Karte als epochales Dokument nahegebracht und die heute spürbaren  Ideen Mercators aufgezeigt. Zeitgeschichtliches Instrumentarium ergänzt  die vom Förderkreis Vermessungstechnisches Museum organisierte und in  einem repräsentativen Katalog dokumentierte Ausstellung.
Museum für Kunst und Kulturgeschichte<br />Hansastr. 3<br />44137 Dortmund
Telefon: 0231 50-25522<br />Fax: 0231 50-25511<br /><link mkk@stadtdo.de>mkk@stadtdo.de</link><br /><link http://mkk.dortmund.de/>mkk.dortmund.de</link> 
<link http://www.mercator500.de/>www.mercator500.de</link>
---------------------------------------------------------------------<br /><br />
<b>Mercators Schätze – die Duisburger Sammlung neu präsentiert.</b>
5.3.-2.12.2012<br />Anlässlich des 500. Geburtstages von Gerhard Mercator am 5. März 2012 präsentiert das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg seine international bedeutende Mercator-Sammlung ab März 2012 in völlig neuer Gestaltung. Landkarten, Atlanten sowie Erd- und ein Himmelsglobus im Original erstrahlen in neuem Glanz und entführen in fremde Länder, auf fremde Kontinente – bis in das Weltall! Die Ausstellung würdigt das globale Denken des Gelehrten und die heute wenig bekannte Aktualität der Lebensleistung Mercators. Ein digitaler Kartentisch lädt zur Interaktion ein und erläutert das nachhaltigste Werk Mercators, die Weltkarte von 1569.
<b>Kultur- und 			 Stadthistorisches Museum Duisburg </b><br /> Johannes-Corputius-Platz 1 <br /> 47049 			 Duisburg (Nähe Rathaus) <br /> Telefon 0203 / 283 2640 <br /> Telefax 0203 / 283 			 4352 <br /> <link ksm@stadt-duisburg.de>ksm@stadt-duisburg.de</link><br /> <link http://www.stadtmuseum-duisburg.de/>www.stadtmuseum-duisburg.de</link>

]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 14:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tagung GeoMonitoring am 8. und 9. März 2012 in Braunschweig</title>
			<link>http://www.geo-union.de/aktuelles/einzelansicht/article/73.html</link>
			<description>GeoMonitoring erfordert die Verknüpfung von Beobachtungsverfahren und Prozessmodellierung. Dies ist...</description>
			<content:encoded><![CDATA[GeoMonitoring erfordert die Verknüpfung von Beobachtungsverfahren und Prozessmodellierung. Dies ist essentiell zur Reduzierung von Georisiken. In der im letzten Jahr gestarteten Tagungsreihe „GeoMonitoring” soll die Überwachung geometrischer Veränderungen von natürlichen und künstlichen Objekten im vom Menschen beeinflussten System Erde im Vordergrund stehen.
<b>Die zweite Veranstaltung der Tagungsreihe „GeoMonitoring“ findet vom 08. Bis 09. März 2012 in Braunschweig statt. </b>
Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung „GeoMonitoring“ stellt Messmethoden aus Geodäsie, Geotechnik und Geophysik sowie aus benachbarten Wissenschaften vor. Zur Integration ihrer Ergebnisse und zur Beschreibung des komplexen Verhaltens von Geoobjekten werden für die Praxis relevante und anwendbare Modellierungsansätze präsentiert.<br />Die Schwerpunktthemen sind:
<ul><li>Georisiken</li><li>Monitoring von Infrastrukturanlagen</li><li>Sensorik und Methodik</li><li>Monitoring im Bereich Energie und Rohstoffe</li><li>Modellierung des Verhaltens von Geo‐Objekten</li></ul>
Die Tagungsreihe wird gemeinsam ausgerichtet vom Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der TU Braunschweig, dem Institut für Geotechnik und Markscheidewesen der TU Clausthal und dem Institut für Photogrammetrie und GeoInformation der Leibniz Universität Hannover. 
Diese Tagung versteht sich als interdisziplinäres Forum für Vertreter der Wissenschaft, Verwaltung und Industrie aus den Bereichen Geodäsie, Geologie, Geophysik, Bauingenieurwesen, Energie und Rohstoffe.
Alle Informationen zur Tagung finden Sie hier:
<link http://geo-monitoring.org/Tagung2012/tagung2012.html - external-link-new-window geomonitoring.org>www.geo-monitoring.org</link>
<link http://geo-monitoring.org/Tagung2012/Geomonitoring2012.pdf - external-link-new-window "Faltblatt GeoMonitoring 2012">Faltblatt zum Download</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 11:42:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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